Letztes Feedback

Meta





 

U-Bahn in Tokio

Heute gibt es Mal ein paar Eindrücke zur U-Bahn. Es gibt Tage, da bringt sie mich zum Lachen, aber manchmal (und damit viel zu oft) zeigt sie die dunkle Seite Japans. Zum Lachen bringt mich zum Beispiel die dramatische Übersetzung der japanischen Ankündigung, dass der Zug bald in die nächste Station einfährt. Für Oyama, die Station an der ich aussteigen muss, ist dies: Soon Oyama. Vielleicht bin ich auch einfach zu oft bei 9gag, dass ich das dramatisch finde. Aber alles was mir ein Lächeln entlocken kann finde ich gut Außerdem sehr amüsant sind die Werbeclips, die auf den kleinen Monitoren in der Bahn laufen. Darunter gibt es Super Mario und Luigi, die scheinbar irgendetwas zur Bahn erklären, aber auch die japanische Version der Snickers Werbung. Eine Clique geht zusammen Bowlen und darunter ist eine grantige Oma. Natürlich verwandelt sie sich dank Snickers wieder zurück in den Jungen, den die Clique kennt. Aber fragt mich nicht, wie der japanische Slogan dazu lautet. Die Werbungen sind alle tonlos, da Geräusche generell in der U-Bahn eher eine Belästigung sind. Was die dunkle Seite angeht... Ich bin gerade einen Monat hier und es gab bereits dreimal einen längeren Ausfall der Bahn. Die offizielle Begründung ist, dass es einen Unfall gab. Dies kann stimmen, aber viel wahrscheinlicher ist es, dass sich jemand mit Absicht vor einen Zug geworfen hat. Einem Mädchen, was hier bereits länger lebt, soll das an einem Tag wohl dreimal passiert worden sein, dass die Züge ausgefallen sind. Es beunruhigt doch, dass es so oft passiert, dass Menschen den Druck nicht mehr aushalten. Ich weiß nicht, ob die Selbstmordrate hier besonders hoch ist, oder ob sich vor einem Zug werfen die häufigste Art ist, sein Leben zu beenden, aber es bedrückt nichtsdestotrotz. Ich bete, dass wer auch immer dies als nächstes vorhat, vorher die Notbremse zieht und sein Leben zum Guten ändern kann. Es gibt doch so viele kleine Dinge, die das Leben schön machen. Zum Beispiel dramatische Übersetzungen

2.11.14 13:28, kommentieren

Müde in Japan

Hallo an alle, die ich zurückgelassen habe Jetzt bin ich fast drei Wochen lang hier und habe fast alles geregelt. Leider hab ich immer noch kein Internet auf dem Zimmer, aber der Antrag ist schon abgeschickt. Das ist allerdings so selten blogge, liegt nicht nur an meinem Mangel an Internet. Ich bin meist viel zu erschöpft um noch groß zu berichten. Es war zu erwarten, aber dennoch ist es erstaunlich wie viel Kraft, dass Leben hier erfordert. Jeden Tag spreche ich drei verschiedene Sprachen. Deutsch mit den Deutschen und übers Internet, englisch mit den anderen Austauschstudenten und japanisch mit Japanern (mehr schlecht als recht). Dann ist alles um einem rum japanisch. Ich wage mich nach und nach in den Supermarkt vor, aber bei 90% der Fälle weiß ich erst nach dem Einkauf, was ich da eigentlich genau habe und manchmal nicht mal dann (vor allem was essen angeht untereile ich gerade nur in lecker und nicht lecker). Dennoch liebe ich es hier! Am Wochenende war ich in Enoshima, was am japanischen Meer liegt. Wir waren zu fünft und hatten eine tolle Zeit am Strand, haben dann die Insel erkundet, die man über eine Brücke erreichen kann (Schrein und jeeeeede Menge Pärchen inklusive). Am Abend gab es auch noch ein Feuerwerk. Und zwar über 45 Minuten mit passendem Feuerwerk zu den Liedern von Frozen, zwei japanischen Popsongs und Fluch der Karibik. Es war einfach super. Und dann habe ich auch noch den schwarzen Burger von Mc Donalds zu Halloween probiert (schmeckte ziemlich normal... aber gehört zur Kategorie lecker ). Ich hoffe, dass ich bald mehr schreiben kann, vor allem wenn ich Internet im Zimmer habe.

20.10.14 14:33, kommentieren